Pinselfleißige Übersetzer. Die Unmöglichhkeit, DDR-Kunstgeschichte neu zu schreiben
Christoph Tannert
Christoph Tannert, geb. 1955 in Leipzig, lebt seit 1976 in Berlin. Er war seit 1984 der
wesentliche freie, Kunstkritiker in der DDR, besonders für die junge, von der offiziellen
Staatskunst unabhängige Szene in Ost-Berlin, Leipzig und Dresden. Nach dem Fall der
Berliner Mauer betrieb Tannert zunächst die "Galerie Vier", die sich um junge Kunst aus der
Ex-DDR bemühte. Seit 1991 ist er als Projektleiter des Künstlerhauses Bethanien in Berlin
und als Mitbegründer des Brandenburgischen Kunstvereins Potsdam (1993) einer der
aktivsten Ausstellungsmacher in Deutschland. Er ist Herausgeber der Zeitschrift BE in Berlin
(Nr. 3, Herbst 1995: Thema "Langeweile").