Vital Use

Vital Use 05

Frédéric Bruly Bouabré, Der Standard, 27.04.1995, S. 25 
 

Frédéric Bruly Bouabrés enzyklopädisches Werk verwischt die Grenzen von Kunst und Leben. Den Künstler selbst sieht Bouabré als Mikrounternehmer, der für das Leben sorgt und darüber hinaus nach der Liebe zur Menschheit durch die Menschen selbst strebt. Auf die Frage Was ist Kunst? hat er vor einigen Jahren in folgenden Punkten geantwortet.

1 Das gute Wort, der weise Lebensspruch, der seinen Autor und auch dessen Nächsten unterhält, das ist Kunst.
2 Die ständige gute Führung in einer Gemeinschaft, in der man sich aufhält, das ist Kunst.
3 Den Acker bestellen können um sich und die Seinen ernähren zu können, das ist Kunst.
4 Im Dienst der Gesundheit kochen können, das ist Kunst.
5 Ein Haus bauen können, das ist Kunst.
6 Töpfern können, das ist Kunst.
7 Modellieren können, das ist Kunst.
8 Weben; Wirken; Flechten; Knoten können, das ist Kunst.
9 Fallen stellen können; Jagen(Tiere, Fische), das ist Kunst.
10 All das heißt, die guten Absichten anzutreiben und anzuspornen, die aufgerufen sind, dafür zu sorgen, daß überall dort, wo der edle Fortschritt der Wissenschaft erfolgreich voranschreitet, die Kunst oder besser gesagt die Ästhetik nicht im Rückstand bleibt.


Aus: Jahresring 38 Der öffentliche Blick, herausgegeben von Kasper König und Hans-Ulrich Obrist.

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