Großbild

There is no place like home

Ken Lum, „There is no place like home“, 2000–01 
 

Mit der Arbeit „There is no place like home des Kanadischen Künstlers Ken Lum realisierte museum in progress zum fünften Mal ein Großbild im Format 54m x 10m an der Fassade der KUNSTHALLE wien, das zugleich den Abschluss der Ausstellungsserie bildete. Die temporäre Ausstellungs-Box mit Lage am zentralen Wiener Verkehrsknotenpunkt Karlsplatz wurde noch einmal ehe sie umgebaut, und die neue KUNSTHALLE wien im Museumsquartier eröffnet wurde zur temporären Ausstellungsfläche im öffentlichen Raum: „There is no place like home war vom 1. Dezember 2000 bis Mitte Jänner 2001 zu sehen. 

Zudem war die Arbeit in Form dreier Panoramaseiten in der Tageszeitung DER STANDARD sowie auf INFOSCREEN-Projektionsflächen und -Flatscreens in
U-Bahn-Stationen bzw. U-Bahn-Wägen in Wien zu sehen. „There is no place like home" von Ken Lum wurde weiters in Kooperation mit der Kanadischen Botschaft in Österreich, dem Wiener Integrationsfond, der Österreichischen Liga der Menschenrechte sowie der Trägergemenischaft artpool realisiert.

Mittlerweile ist die Arbeit sozusagen auf Tournee gegangen: als Plakat-Ausstellung war „There is no place like home nach Innsbruck (Kooperation mit der Galerie im Taxispalais) auch im Rahmen der Biennale in Venedig 2001 zu sehen, sowie Off-Biennale in Ljubljana 2001, beim Lofoten Art Festival 09.0608.07.2001, in Kooperation mit der Brotfabrik Galerie und dem Haus der Kulturen der Welt in Berlin, Le Mois de la Photo à Montreal sowie mit dem Museum Boijmans van Beuningen in Rotterdam. Außerdem folgten Ausstellungen in Brüssel, Warschau und Duisburg.

Ken Lum hat eine vielschichtige, kontroversielle und im besonderen politisch aufgeladene Arbeit geschaffen, dabei bedient er sich bildlicher sowie sprachlicher Mittel der Werbung. Klare, einfache Sätze treten in Beziehung zu Fotos, wodurch eine Vielzahl an Bedeutungen und Assoziationen entsteht.

Es geht um Begriffe wie Heimat, Nationalität, Internationalität, die in der politischen Diskussion zumeist stark emotional besetzt sind und nicht selten zum Zweck der Stimmenmaximierung populistisch instrumentalisiert und missbraucht werden, indem gezielt Menschen wegen ihres Anders-Seins als Feindbilder aufgebaut werden, um Neid zu schüren und letztlich Menschen gegeneinander auszuspielen. Ken Lum umkreist den Begriff Heimat in einer Art und Weise, die das Pendel der Assoziationen in alle erdenklichen Richtungen ausschlagen lässt: vom blinden Hass gegenüber dem scheinbar Fremden in der eigenen Heimat bis zur Erkenntnis, dass Heimat überall dort sein kann, wo man seinen Lebensmittelpunkt gefunden hat, egal welcher Nationalität, Volksgruppe oder Religionsgemeinschaft man ursprünglich angehört: „Home is where the heart is.

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