Infinite Screen – Der Turm von Babel

Infinite Screen – Der Turm von Babel

AutorInnen
Sabine Haag

Im Rahmen unseres Programms zu moderner und zeitgenössischer Kunst laden wir regelmäßig international renommierte Künstler ein, sich mit unserem Museum und den Objekten aus unseren reichhaltigen Sammlungen auseinanderzusetzen. Im Oktober 2016 wird diese Reihe mit dem britischen Keramikkünstler und Erfolgsautor Edmund de Waal und der von ihm kuratierten Ausstellung „During the Night“ fortgesetzt.

Nahezu zur selben Zeit präsentiert das österreichisch-russische Künstlerduo Arotin & Serghei in Zusammenarbeit mit dem Kunstverein museum in progress vom 22. September bis 19. Oktober 2016 unter dem Titel INFINITE SCREEN – Der Turm von Babel eine bewegte Großbildprojektion auf der Hauptfassade des Kunsthistorischen Museums. Diese Aktion findet im Rahmen des 125-jährigen Jubiläums unseres Museumsbaus am Maria-Theresien-Platz statt. Den leitmotivischen Ausgangspunkt der Projektion bildet das berühmte Gemälde von Pieter Bruegel d. Ä. Turmbau zu Babel aus dem Jahre 1563. Im Mittelalter wurde der biblische Mythos vom gigantischen Bau in Babylon, der aufgrund der Sprachenverwirrung unvollendet blieb, bilddidaktisch als Symbol der göttlichen Strafe für die Hybris des Menschen eingesetzt.

Arotin & Sergheis multimediale Projektion wird zur stetigen Transformation von Bild und Klang. Weitere Objekte aus den Sammlungen unseres Museums wurden neben Bruegels Turmbau zu Babel in diese Lichtzellenbilder einbezogen. Die begleitende Klanginstallation basiert auf Franz Schuberts Unvollendeter und wurde unter Mitwirkung des Starpianisten Mikhail Rudy gestaltet.

Ich bedanke mich an erster Stelle bei den beiden Künstlern Arotin & Serghei, dass sie nach ihren Installationen im Wiener Konzerthaus (2013) und bei der Ars Electronica im Linzer Brucknerhaus (2014) nun das Kunsthistorische Museum für ihre intermediale Arbeit gewählt haben.

Kaspar Mühlemann Hartl, Geschäftsführer von museum in progress und Kurator, hat dieses Projekt von Anfang an befördert und ermöglicht; ihm danke ich für sein großes Engagement bei der Finanzierung und technischen Umsetzung.

Senator Herbert Batliner hat mit einem großzügigen Beitrag den Anteil des Kunsthistorischen Museums an diesem Projekt gefördert.

Meine besondere Anerkennung gilt allen an diesem Projekt beteiligten Kolleginnen und Kollegen im Haus sowie den Sponsoren und Förderern dieser faszinierenden Installation.

Sabine Haag, Generaldirektorin Kunsthistorisches Museum Wien

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