Return

RETURN

AutorInnen
Judith Fischer

RETURN ist eine ausstellung im medialen raum und setzt die konsequente strategie des museum in progress fort: die künstlerische botschaft interveniert als fragment innerhalb eines ihr zur Verfügung gestellten rahmens, manifestiert sich bei RETURN mitten in der inneren struktur einer tageszeitung / der landschaft eines mediums. für RETURN wurden künstler/innen verschiedener provenienz (nationalität, generation, genre, etc.) zur teilnahme eingeladen. allen gemeinsam ist der derzeitige lebensmittelpunkt wien. teil des konzepts ist die durchführung einer reise, die möglichkeit einer erfahrung, einer distanznahme. zentral ist dabei die erwiderung der reise, das zurückkommen (=RETURN).

RETURN ist die kehrseite von ESCAPE, eine entgegensetzung (vgl. computerbefehle). RETURN ist das zurückkommen und auslösen. das ergebnis einer reise. der beginn einer tätigkeit. eine ausstrahlung. eine reaktion als handlung nicht als reflex. RETURN ist das auftauchen von kunst an einem ort, der nicht der vorgesehene platz ist und doch verfügbar. die potenz und potentialität der medialen fläche wird nicht als diskursive lenkungswaffe im sinne einer (ordnungs-)macht eingesetzt. die künstlerischen fragmente manifestieren sich wie unterbrechungs momente oder fluchtlinien innerhalb des medialen rahmens. RETURN läßt die kunst zurückkommen auf ihre aufgaben jenseits derer der behübschung, des schmückenden beiwerks, der wertanlage, der entspannungsobjekte, des lächelnd zur kenntnis genommenen schmähtandelns, der flucht in schöne welten läßt die kunst entkommen aus der ihr zugeschanzten und zugesprochenen irrealität.

eben diese imaginative qualität der kunst wird in einer gesellschaflichen wie politischen rezession zum argument der irrelevanz gemünzt. kunst zum obsoleten symbolischen luxus einer gesellschaft zu erklären, ist eine ausschlachtung und dabei genau genommen eine kurzsichtige, kurzgegriffene utilitaristische diffamierung. RETURN ist in diesem sinn und zu diesem zeitpunkt ein notwendiges zeigen von realem künstlerischem vermögen und ein ebenso notwendiger hinweis auf die wichtigkeit der zugänglichkeit und der teilhabe.

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