Wandzeitung 02

Wandzeitung 1993

AutorInnen
Judith Fischer

zum dia-projektions-projekt des museum in progress in kooperation mit der hochschule für angewandte kunst, dem museum für angewandte kunst und dem kurator des bmuk dr. robert fleck.

allgemein:

auch 1993 wird eine nächtliche WANDZEITUNG an die feuermauer der hochschule für angewandte kunst in wien projeziert. das konzept für diese groß-dia-projektion unterscheidet sich grundlegend von dem des vorjahres: die fünfzehnteilige diaserie, die ein jahr lang nächstens mit monatlich wechselndem programm auf der feuerwand der hochschule für angewandte kunst in wien zu sehen sein wird, ist das ergebnis einer kooperation des museum in progress mit der hochschule für angewandte kunst und dem museum für angewandte kunst. hochschule und museum benützen die ihnen zur verfügung stehenden dias für ankündigungen ihrer veranstaltungen oder information in eigener sache.

das museum in progress hat gemeinsam mit der kuratorin judith fischer eine struktur entwickelt: judith fischer (sie betreut den wöchentlichen galerienkalender in der tageszeitung Der Standard) wird in einem art ad monthly selektiv auf interessante ausstellungen in wien hinweisen. zusätzlich hat sie für die gestaltung von inserts junge künstler ausgewählt, deren interventionen 1993 im rahmen der wandzeitung gezeigt werden.

es sind dies: christa sommerer (mit laurent mignonneau), götz bury und friedrich eckhardt.

information zu den künstlerischen interventionen
im rahmen der wandzeitung 1993:

die künstlerischen interventionen werden verstreut übers jahr gezeigt. die einzelnen dias sprechen jeweils von einem bestimmten thema:
die natur, das werkzeug. die person.
christa sommerer (mit laurent mignonneau): plants in progress
götz bury: werkzeuge
friedrich eckhardt: inszenierungen des selbst.

zur inhaltlichen konzeption:

die natur ist in den arbeiten von christa sommerer/laurent mignonneau eine künstliche computer simulierte natur, die durch eine von den künstlern entwickelte software erzeugt wird. virtuelle vegetationsbilder korrespondieren mit der realen jahreszeit. der wechsel der natürlichen jahreszeiten wird so reflektiert. die künstlichen biotope orientieren sich an programmierten echten wachstumsprozessen (plants in progress).

das werkzeug ist bei götz bury nur mehr eine attrappe, ein kinderspielzeug, ein deko-stück oder ein ding aus mundgeblasenem glas. die gesammelten werkzeug-gegenstände haben trotz täuschender oberflächlicher ähnlichkeit ihre virilen konnotationen eingebüßt. die persiflage auf den status der funktion vertreibt den ernst aus den instrumenten.

die person ist in den fotografischen arbeiten von friedrich eckhardt als eine folge von inszenierungen des eigenen selbst präsent. eckhardt ist sein eigener doppelgänger, sein fünfling. in seinen collagen erscheint identität gebrochen, unentschieden zwischen möglichen bildern und rollen. lapidar und dabei einem beinahe mystischen gedanken der selbstschöpfung verpflichtet, haben die fotografien auch skurrile aspekte.

biografische kurznotizen zu den künstlern:

christa sommerer
(geb.1964; studium der botanik, anschließend studium an der akademie für bildende kunst / meisterklasse für bildhauerei / gironcoli); postgraduate studium am institut für neue medien / weibel /städel / frankfurt. laurent mignonneau ist assistent von peter weibel am institut für neue medien in frankfurt.

friedrich eckhardt
(geb.1960; studium an der hochschule für angewandte kunst / oberhuber / caramelle).

götz bury
(geb.1960; studium an der hochschule für angewandte kunst / meisterklasse für bildhauerei / bertoni; assistent von franz west).

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