Globale Medien 02

Ocean Earth – Eine umfassende globale Form

AutorInnen
Peter Fend

Jetzt, da wir an einem Wendepunkt der Geschichte stehen, im Übergang von mineralischen zu ökologischen Energiequellen, ist der Zeitpunkt für die neue Brennstoffzellentechnologie gekommen. Eine Bestandsaufnahme der Boden- und Wasservorräte wäre daher zweckmäßig.

Solch eine Bestandsaufnahme kann ausgehend vom Phänomen der Unregelmäßigkeit der Erdoberfläche durchgeführt werden. Manche Teile liegen höher als andere, und die Ozeane, – Ansammlungen von Wasser, Erde und Salzen befinden sich über der untersten Schicht.

Da sich die Erde mit einer Überschallgeschwindigkeit von 1600 km/Stunde dreht, sind die Materialien an ihrer Oberfläche, einschließlich das Wasser der Ozeane und der Wolken darüber großen Kräften ausgesetzt. Sie zirkulieren in großen Wirbeln. Die erhabenen Landmassen erstrecken sich von der Nähe des Nordpols aus spiralförmig. Über die tieferliegenden, von den Ozeanen bedeckten Landmassen schießen die Wasser in großen Strömen dahin.

Die Wasser der Ozeane fließen vor allem zwischen dem Nord- und Südpol durch das Becken des Atlantischen Ozeans, um sich dann durch die Becken des Indischen und Pazifischen Ozeans weiter zu drehen.

Diese Rotationskräfte sind in der Nähe des Nordpols in der Beringsee am stärksten, so daß sie, wenn sie weiter nach außen in südwestliche Richtung streben, auch die Landmassen mitschieben. Wie bei einem Schneepflug wird Material aufgehäuft. Wir kennen diese Akkumulationen als Lagerstätten von Erdöl, Kohle, Uran und anderen Mineralstoffen. In Asien, vom Himalaja bis Malaysia und vom Kaspischen Meer bis zum Persischen Golf findet man die größten Mineralstoffvorkommen der Welt. Hier liegt die größte Menge der herkömmlichen Ressourcen für den Wohlstand unseres Planeten.
So entstehen also die geopolitischen Kämpfe um das Kaspische Meer, den Persischen Golf, den Himalaja und den Kongo. So entstehen auch die Konflikte um den Zugang zu diesen Orten und um Pipelines, die von ihnen wegführen. Wird zum Beispiel kaspisches Öl und Erdgas über Rußland, den Iran oder die Türkei geliefert, gar bis in den Fernen Osten? Der Westen und seine multinationalen Unternehmen möchten nicht von Ländern wie Rußland, dem Iran oder China abhängig sein. So erleben wir derzeit eine Wiedererstarkung der Türkei. Die Folgen davon werden zum Beispiel in Albanien spürbar, bei den Kurden, an der Grenze Syriens bis Aserbeidschan und bis zur alten Seidenstraße. Die Auswirkungen sind die gleichen wie jene vor 600 Jahren auf dem Balkan.

Um diese Leiden zu vermeiden und eine Wiederholung der Geschichte zu verhindern, und um sich von den geopolitischen Spielen der letzten Jahrhunderte zu distanzieren und die mit der Verwendung von mineralischen Brennstoffen verbundenen Gefahren einzuschränken, wie zum Beispiel die globale Erwärmung sowie Wasser- und Luftverschmutzung, toxische Kontaminierungen, Ozonloch und Verschmutzung der Ozeane, könnten wir uns statt der Erde die Ozeane zunutze machen, das heißt diese Mischung aus Erde, Salzen und Mineralien, die dort auftritt, wo das Niveau der Erdkruste relativ niedrig ist. Hier liegt eine Ressource vor uns, ein wirtschaftliches Potential, das sich, wenn es von Sonnenstrahlen durchflutet wird, auch ständig erneuert. Es handelt sich dabei um einen Kreislauf voll lebenden Materials. Die Industrie könnte es sich für eine dauerhafte und fruchtbare Zukunft zunutze machen.

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